Achtung – Jojo Effekt

Die Abnehmindustrie bewirbt ihre Produkte gerne sehr offensiv. Mehrere Kilo pro Woche soll man verlieren, wenn man nach Programm XY diätet oder Produkt XY einnimmt. Und natürlich klingt es verlockend und gerne würde man diesen Werbeversprechen Glauben schenken. Aber ebenso, wie einem durch den Konsum einer Dose koffeinhaltiger Limonade nicht sofort 2 Flügel wachsen, sollte man auch andere Werbesprüche mit Vorsicht behandeln.

Besonders aufpassen sollte man auch vor dem berüchtigten Jojo-Effekt, der häufig droht wenn etwaige Crash-Diäten und ähnliche Programme durchgeführt werden. Diese sorgen nämlich häufig nur dafür, dass der Körper Wasser, eingespeicherte Nährstoffe und insbesondere Muskulatur abbaut. Was zwar zu einem offensichtlichen Gewichtsverlust beim Blick auf die Körpergewichtswaage führt, letztlich aber stärker noch zu einem Jojo-Effekt führen dürfte, sobald man die angebliche „Diät“ wieder beendet.

Was ist der Jojo-Effekt?

Der berüchtigte Jojo-Effekt dürfte sicherlich nahezu jedem bekannt sein, auch wenn man ihn selber noch nicht erlebt hat. Ganz einfach beschreibt dieser Effekt ein Phänomen nach einer Diät. Denn oftmals kommt es nach einer Diät zu einer schnellen und starken Gewichtszunahme die oftmals sogar zu einem höheren Endgewicht führt, als das Startgewicht vor der Diät. Nicht selten kommt es dadurch zu einem nicht endenden Kreislauf aus ständiger Gewichtszunahme und Resignation des Betroffenen. Denn das Vertrauen in diverse Maßnahmen zur Gewichtsreduktion schwindet natürlich dadurch extrem. Allerdings wissen die Betroffenen oftmals nicht, dass sie einfach bei der Auswahl und Durchführung der Diät schwerwiegende Fehler gemacht haben, die nahezu unweigerlich zu diesem Effekt führen.

Wodurch entsteht der Jojo-Effekt?

Der Jojo-Effekt entsteht durch einerseits falsch durchgeführte Diäten und Gewichtsreduktionen und weiterhin durch die falsche Umstellung nach der Diätphase. Die folgenden Fehler während der Diät führen häufig zum berüchtigten Jojo-Effekt:

  • Zu hohes Kaloriendefizit über einen langen Zeitraum
  • Zu wenig Proteine
  • Keine Muskelaufbauende/Muskelerhaltende Aktivität

Durch diese Fehler nehmen die Betroffenen während ihrer Diät vorrangig Muskelmasse ab. Die Fettmasse dagegen versucht der Körper weiterhin für Notfälle zu erhalten. Der Abbau der Muskulatur führt allerdings zu einem niedrigen Energieverbrauch sowohl in Ruhe, als auch bei Aktivität. Wird nach der Diät-Phase die Nahrungsaufnahme wieder erhöht (Was meistens viel zu schnell passiert und anschließend häufig in ein „Belohnungsessen“ ausartet) schlagen diese Kalorien voll ein und werden sofort als neue Fettdepots eingelagert und führen letztlich zum gegenteiligen Effekt, als dem erwarteten: Am Ende ist man „fetter“ als zuvor.

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