Können Abnehmpillen beim Abnehmen helfen?

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Schlank oder dick, straff oder schwabbelig? Die Körpermaße sind bei uns ein ständiges Thema und werden deshalb auch in Fernsehen, Internet und Magazinen immer wieder aufs Neue von verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Oftmals hört man in diesem Zusammenhang auch von angeblichen Wundermitteln. Sei es nun die Wunder-Diät oder die Wunder-Abnehmpille, mit der man in nur 2 Wochen zum sexy Topmodel avanciert. Das all diese Aussagen meistens leere Hüllen sind, ist den meisten Menschen klar. Aber allein der Funke der Hoffnung, dass vielleicht doch etwas an den Werbeversprechen dran sein könnte sorgt bereits dafür, dass zahlreiche Menschen mitziehen und letztlich natürlich enttäuscht werden.

Die Frage ist nur, liegt der Grund, dass die Mittel und Wege nicht funktionieren tatsächlich an den Mitteln selbst, oder eher an den unhaltbaren Werbeversprechen, die eine unrealistische Vorstellung beim Verbraucher erzeugen?

Zu hohe Erwartungen führen oft zu Enttäuschungen

Ich denke jeder kennt dieses Spielchen aus dem alltäglichen Leben selbst. Hat man gegenüber einer Sache zu große Erwartungen, dann überwiegt am Ende oft die Enttäuschung. Und das meistens, obwohl die Sache durchaus zu überzeugen weiß, nur sieht man aufgrund der hohen Erwartungen oftmals nur noch das negative und blendet die positiven Seiten aus. Denn Tatsache ist, dass es keine einzige Realität gibt, jeder Mensch erschafft sich seine eigene Realität aufgrund von Erwartungen, Gefühlen usw.

Mit Abnehmpräparaten wie Diät-Pillen ist es ähnlich. Um den Verbraucher vom eigenen Produkt zu überzeugen, nutzen die Hersteller wage voraussagen zu möglichen Erfolgen, zeigen attraktive Models mit ihren Produkten und erzeugen somit beim Verbraucher natürlich eine gewisse Erwartungshaltung. Doch klar ist natürlich, diese Mittel sind keine Wundermittel. Dennoch können Abnehmpillen durchaus hilfreich und unterstützend beim Abnehmen wirken, wenn man sie richtig einnimmt und die Erwartungshaltung dementsprechend anpasst.

Was gibt es für Diät-Pillen?

Es gibt nicht die eine Diät-Pille, sondern es gibt verschiedene Wirkstoffe, die in ganz unterschiedlichen Bereichen eine Hilfestellung leisten können. Aufgrund der Palette an möglichen Wirkstoffen, gibt es natürlich auch zahlreiche verschiedene Abnehmtabletten. Manchmal werden unterschiedliche Dosierungen genutzt oder es kommen weitere Inhaltstoffe hinzu, die angebliche Synergie-Effekte erzeugen und vieles Mehr. Grundsätzlich kann man die Wirkungsweise der Abnehmpillen aber recht gut kategorisieren.

Fatburner Tabletten

Fatburner klingen bereits sehr vielversprechend, zumindest was den Namen angeht. Die Bezeichnung zeichnet auch schon ein recht gutes Bild von der Wirkungsweise der Tabletten. Allen gemein ist eine aktivierende und stimulierende Wirkung. Durch Mittel wie Koffein, Capsaicin, Piperin, Guarana und vielen Mehr, wird der Stoffwechsel und die Thermogenese angeregt und die Konzentration gesteigert.

Durch diese anregende Wirkung wird auch der Kalorienverbrauch des Körpers erhöht. Gleichzeitig fühlt man sich wacher und aktiver, was zu einem gesteigerten Bewegungsdrang führt, was wiederum positiv auf den Kalorienverbrauch wirkt.

Man muss allerdings verstehen, dass sich zwar der Kalorienverbrauch leicht erhöht und auch die Motivation sich zu bewegen, wird gesteigert. Letztenendes sind dies aber nur kleine Effekte die nur in Verbindung mit der richtige Lebens- und Ernährungsweise zum Erfolg führen. Die reine Einnahme der Diät-Tabletten wird also nicht zur Traumfigur führen.

Appetitzügler

Auch hier erkennt man bereits an der Bezeichnung, welche Wirkung diese Abnehmpillen haben. Am besten bewährt hat sich in diesem Zusammenhang der Einsatz von stark quellenden Ballaststoffen. Einer der am stärksten quellenden natürlichen Ballaststoffe ist Glucomannan. Das aus der Konjakwurzel gewonnene Mehl wird in Form von Kapseln vor einer Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit eingenommen. Im Magen werden die Kapselhüllen aufgelöst und das Glucomannan quillt in Verbindung mit der Flüssigkeit auf. Damit wird ein Fülle-Effekt im Magen erzeugt, der wiederum das Hungergefühl mindert und eine Sättigung signalisiert. Vor den Hauptmahlzeiten eingenommen, kann man so relativ unkompliziert die aufgenommene Nahrungsmenge verringern.

Aber auch bei den appetitzügelnden Diät-Pillen ist man natürlich von einem Wundermittel weit entfernt. Der Anwender muss wissen, wie das Abnehmpräparat unterstützt und entsprechend Handeln, damit es auch richtig wirken kann. Denn natürlich muss man trotz der appetitzügelnden Wirkung aufpassen, dass man sich kalorienarm ernährt und ausreichend Bewegung und/oder Sport in den Alltag integriert.

Wirkung von Abnehmpillen nicht überbewerten

Im Allgemeinen ist es wichtig, dass man die Wirkung von Abnehmpillen nicht überbewertet. Es ist trotz aller Unterstützung durch diese Mittel weiterhin wichtig, die Grundprinzipien des Abnehmens zu kennen und richtig anzuwenden. Die Diät-Tabletten können dann in diesem Zusammenhang eine Unterstützung liefern, die die Zielerreichung vereinfacht oder in manchen Fällen überhaupt erst ermöglicht. Aber anzunehmen, dass die bloße Einnahme solcher Mittel ohne Sinn und Verstand eine Wirkung zeigt grenzt an Aberglauben.

Wie man schnell abnehmen kann

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Fast jeder will es, möglichst schnell abnehmen und zur persönlichen Traumfigur kommen. Besonders nach den Wintermonaten wenn so langsam der Sommer in die Nähe rückt, wollen alle noch schnellstmöglich zur Bikinifigur kommen. Doch das ist nicht so leicht, wie sicherlich schon viele am eigenen Leib mitbekommen haben. Trotz mehrmaliger Versuche den Pfunden den Kampf anzusagen bleibt meistens nur Ernüchterung und am Ende hat man vielleicht sogar noch mehr zugenommen.

Viele Promi-Diäten und Abnehmpräparate versprechen den schnellen Erfolg, doch man sollte sich von diesen haltlosen Werbeaussagen fernhalten. Denn meistens funktionieren diese Ansätze nicht oder zumindestens nicht auf Dauer. Eine dauerhafte Gewichtsabnahme erreicht man nur mit Maßnahmen, die man auch dauerhaft in seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten einbringen kann. Und eine Ananas- oder Kohlsuppendiät gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Stattdessen gibt es ein paar grundlegende Prinzipien, die, wenn sie korrekt durchgeführt werden, garantiert zum Abnehmen führen.

Die Ernährungsprinzipien um schnell abzunehmen

Die Ernährung ist der wichtigste Baustein einer Diät. Denn egal wie viel man sich bewegt oder Sport treibt, eine schlechte Ernährung kann man kaum ausgleichen. Das zeigt auch ein schöner Vergleich ganz schön: Denn um eine halbe Tafel Schokolade zu egalisieren müssten Sie schon mindestens 30 Minuten Joggen gehen und dann haben Sie trotzdem noch kein Kaloriendefizit.

Sogenannte Tracking-Apps machen es heutzutage leicht, die alltäglichen Essgewohnheiten festzuhalten und die tatsächlich zugeführten Kalorien zu berechnen. Gerade zu Beginn einer Diät sollte man diese Möglichkeiten nutzen. Denn meistens wissen wir gar nicht, wie viel wir tatsächlich zu uns nehmen. Wichtig dabei ist natürlich, dass wir uns bei der Dokumentation nicht selbst täuschen. Tragen Sie lieber 10% mehr ein, als zu wenig. Und vergessen Sie auch die kleinen Naschereien und vor allem zuckerhaltige Getränke nicht. Jedes Lebensmittel liefert uns eine gewisse Menge Energie, auch das Gemüse oder die Soße über dem Fleisch muss mitberechnet werden.

Ziel sollte es sein, ein tägliches Kaloriendefizit von ca. 500Kcal zu erreichen. Somit können 0,5Kg pro Woche abgenommen werden.

Die Bewegung im Alltag

Ein Kaloriendefizit nur über die Ernährung zu erreichen, führt schnell zum Hungern. Es ist daher wichtig, die Kalorienbilanz durch mehr Bewegung zu verbessern. Bewegung lässt sich ganz einfach in den Alltag integrieren, seien sie einfach kreativ. Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug. Parken Sie ihr Auto 5-10 Minuten von Arbeit entfernt und laufen Sie den Rest. Oder nehmen Sie gleich das Fahrrad um auf Arbeit zu kommen. Für den wöchentlichen Einkauf nehmen Sie mal nicht das Auto sondern laufen die 5 Minuten zur Kaufhalle. Und wenn Ihnen langweilig ist, dann setzen Sie sich nicht vor den Fernseher sondern drehen Sie eine Runde um den Block.

Diese Hormone spielen eine wichtige Rolle bei der Fettverbrennung

Gewichtsreduktion

Jedes Jahr, bevor die Sommerzeit beginnt, wird ein Thema für viele Menschen wieder besonders interessant: Das Körpergewicht. Viele versuchen dann schnellstmöglich ihre im Winter angefutterten Pfunde loszuwerden. Meistens eher ohne Erfolg. Grund dafür ist, dass die meisten gar nicht verstehen, wie die Gewichtsabnahme tatsächlich funktioniert. Denn meistens lässt man sich von angeblichen Promi- und Crash-Diäten aus Hochglanzmagazinen die Sicht auf die Realität vernebeln.

Hormone steuern unseren Körper

Eine große Rolle beim Abnehmen spielen auch die Hormone in unserem Körper, sie entscheiden zum Beispiel ob Nahrungsenergie in Fettdepots eingelagert wird oder vorhandene Fettreserven verbrannt werden. Dabei spielen Wachstumshormone, Insulin, Glukagon und die Schilddrüse eine große Rolle.
Wachstumshormone klingen erst einmal nach wachsen. Und eigentlich wachsen wir ja ab einem bestimmten Zeitpunkt im Leben nicht mehr. Allerdings sind Wachstumsprozesse im Körper nicht auf das Längenwachstum der Knochen reduziert. Wachstumshormone steuern auch den Aufbau und die Regenration von Fettdepots aber auch von Muskulatur. Ein wichtiges Wachstumshormon ist zum Beispiel Insulin.

Insulin als Dickmacher?

Insulin fördert die Einlagerung von Energie in Fettdepots und mindert die Fettverbrennung. Allerdings ist Insulin auch von Nöten, um Energie in Form von Kohlenhydraten in die Muskelzellen zu transportieren.
Aufgrund dieser zentralen Rolle des Insulins wird klar, wieso viele Insulin als Dickmacher identifiziert haben und da die Bauchspeicheldrüse hauptsächlich Insulin produziert, wenn wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, werden diese gerne als entscheidender Faktor bei der Gewichtszu- und abnahme gehandelt. Auf Grundlage dieser Erkenntnis sind Diät-Formen wie Low Carb, Atkins und Keto Diät entstanden.
Sind also unsere zentralen Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis schlecht für uns? Jaein! Denn es ist immer eine Frage der Menge, in der wir Lebensmittel zu uns führen. Allerdings hat sich aus der Erfahrung gezeigt, dass sehr viele Menschen positiv auf eine Kohlenhydratlimitierte Diät reagieren, während es aber auch Probanden gibt, die höhere Mengen an Kohlenhydraten benötigen, um sich wohl zu fühlen.
Die Vorteile von einer low-carb Diät sind aber nicht nur mit dem Insulin zu erklären. Viel mehr bietet eine Eiweißreiche Diät weitere besondere Vorteile wie eine gute und langanhaltende Sättigung und die nötige Proteinmenge um die Muskulatur während des Gewichtsverlusts zu schützen. Gleichzeitig sorgt eine Verminderung der Kohlenhydrate auch zu einem „saubereren“ Essverhalten. Ungesunde und dick machende Süßigkeiten fallen aufgrund des hohen Zucker und Kohlenhydratgehalts direkt durch das Raster. Stattdessen wird sich stärker mit unverarbeiteten und frischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Gemüse ernährt.

Achtung – Jojo Effekt

Jojo Effekt

Die Abnehmindustrie bewirbt ihre Produkte gerne sehr offensiv. Mehrere Kilo pro Woche soll man verlieren, wenn man nach Programm XY diätet oder Produkt XY einnimmt. Und natürlich klingt es verlockend und gerne würde man diesen Werbeversprechen Glauben schenken. Aber ebenso, wie einem durch den Konsum einer Dose koffeinhaltiger Limonade nicht sofort 2 Flügel wachsen, sollte man auch andere Werbesprüche mit Vorsicht behandeln.

Besonders aufpassen sollte man auch vor dem berüchtigten Jojo-Effekt, der häufig droht wenn etwaige Crash-Diäten und ähnliche Programme durchgeführt werden. Diese sorgen nämlich häufig nur dafür, dass der Körper Wasser, eingespeicherte Nährstoffe und insbesondere Muskulatur abbaut. Was zwar zu einem offensichtlichen Gewichtsverlust beim Blick auf die Körpergewichtswaage führt, letztlich aber stärker noch zu einem Jojo-Effekt führen dürfte, sobald man die angebliche „Diät“ wieder beendet.

Was ist der Jojo-Effekt?

Der berüchtigte Jojo-Effekt dürfte sicherlich nahezu jedem bekannt sein, auch wenn man ihn selber noch nicht erlebt hat. Ganz einfach beschreibt dieser Effekt ein Phänomen nach einer Diät. Denn oftmals kommt es nach einer Diät zu einer schnellen und starken Gewichtszunahme die oftmals sogar zu einem höheren Endgewicht führt, als das Startgewicht vor der Diät. Nicht selten kommt es dadurch zu einem nicht endenden Kreislauf aus ständiger Gewichtszunahme und Resignation des Betroffenen. Denn das Vertrauen in diverse Maßnahmen zur Gewichtsreduktion schwindet natürlich dadurch extrem. Allerdings wissen die Betroffenen oftmals nicht, dass sie einfach bei der Auswahl und Durchführung der Diät schwerwiegende Fehler gemacht haben, die nahezu unweigerlich zu diesem Effekt führen.

Wodurch entsteht der Jojo-Effekt?

Der Jojo-Effekt entsteht durch einerseits falsch durchgeführte Diäten und Gewichtsreduktionen und weiterhin durch die falsche Umstellung nach der Diätphase. Die folgenden Fehler während der Diät führen häufig zum berüchtigten Jojo-Effekt:

  • Zu hohes Kaloriendefizit über einen langen Zeitraum
  • Zu wenig Proteine
  • Keine Muskelaufbauende/Muskelerhaltende Aktivität

Durch diese Fehler nehmen die Betroffenen während ihrer Diät vorrangig Muskelmasse ab. Die Fettmasse dagegen versucht der Körper weiterhin für Notfälle zu erhalten. Der Abbau der Muskulatur führt allerdings zu einem niedrigen Energieverbrauch sowohl in Ruhe, als auch bei Aktivität. Wird nach der Diät-Phase die Nahrungsaufnahme wieder erhöht (Was meistens viel zu schnell passiert und anschließend häufig in ein „Belohnungsessen“ ausartet) schlagen diese Kalorien voll ein und werden sofort als neue Fettdepots eingelagert und führen letztlich zum gegenteiligen Effekt, als dem erwarteten: Am Ende ist man „fetter“ als zuvor.